Funktionsweise von Hello!

Hello! Fat Valley ist ein einfach zu benützender Echtzeit-Videochat, der ganz ohne Anmeldung, Account oder einer zusätzlichen Software, die heruntergeladen und installiert werden muss, funktioniert. Hello! nutzt dazu WebRTC, ein offener Standard, der Echtzeitkommunikation über Rechner-Rechner-Verbindungen ermöglicht.

Was ist WebRTC?

WebRTC bedeutet „Web Real Time Communication” und ist eine Sammlung standardisierter Protokolle zur Übertragung von Audio, Video und Daten in Echtzeit. Damit ist es möglich, auf separate Clients in Form von Apps oder Programmen zu verzichten und Anwendungen wie Videokonferenzen, Chats, Livestreams oder E-Learning plattformunabhängig zu nützen.

Alle aktuellen Browser unterstützen WebRTC bereits und können den Standard verarbeiten.

Wie funktioniert der Verbindungsaufbau?

In einer herkömmlichen Netzwerkumgebung befinden sich die Teilnehmer in der Regel hinter einem Router, der Network Address Translation (NAT) betreibt. Das NAT sorgt dafür, dass Serverantworten an die lokale IP-Adresse des anfragenden Clients zurückgesendet werden. Um die Verbindung zweier Clients in unterschiedlichen Netzwerken herstellen zu können, muss an Client B übermittelt werden, welche öffentliche IP-Adresse und welche Art von NAT Client A verwendet und umgekehrt. Für diese Informationen beim Verbindungsaufbau sorgt in der Regel ein STUN Server. Eine direkte Verbindung (P2P) kann jetzt im Normalfall hergestellt werden. Ist ein symmetrisches NAT involviert, muss der Datenstrom über einen TURN Server geleitet werden.

Wie nutzt Hello! diese Technologie?

Bei Videokonferenzen per Peer-to-Peer Verbindung wird die Videoquelle an jeden einzelnen Teilnehmer separat hochgeladen (bei 6 Teilnehmern also 5 mal). Bei typischerweise asymmetrischen Internetanbindungen (z.B. 10 Mbit Up / 40 Mbit Down) würde der gleichzeitige Upload der Videos an alle Clients die Upload-Bandbreite überschreiten und rasch zu Verbindungsabbrüchen führen (Mesh-Topologie).

Mesh Topologie
Verbindungsschema Mesh Topologie
SFU
Verbindungsschema SFU

Bei Hello! wird das eigene Video auf den Server hochgeladen und von dort an alle anderen Clients verteilt. Der Upload ist deshalb nur einmal notwendig, die Upload-Bandbreite bleibt konstant und multipliziert sich nicht mit der Anzahl der Teilnehmer in der Videokonferenz. Dieses Funktionsprinzip wird als SFU bezeichnet. (Selective Forwarding Unit).

Hello! nutzt als Medienserver Janus Gateway, ein open source Projekt das von Meetecho entwickelt wird.

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